Unser Lauterbacher Abenteuer! Geheimtipp Vogelsberg.

Ich möchte Euch mal wieder einen kleinen Reisebericht zukommen lassen. Vielleicht auch eine Idee für einen Wochenendausflug für den ein oder anderen von Euch.
Mein bester Freund und ich unternahmen also am ersten Oktoberwochenende 2018 in den nahe gelegenen Vogelsberg und das mittelhessische Land einen „Back to the roots“-Tour. Genauer gesagt- Lauterbach und Umgebung.
Anlass unserer Reise war der Geburtstag meines besten Freundes und zufällig am darauf folgendem Wochenende auch die Einladung zu einem Schultreffen der Abgänger der Riedeselschule in Lauterbach. Ihr merkt- hier kommen schon die ersten Fachbegriffe. Ja, ja. Ich habe nämlich soviel gelernt am letzten Wochenende über das fuldrische, dann riedeselische und am Schluss Darmstadt-Hessische Lauterbach- das war klasse.
Grund dafür war die organisierte Führung durch „den besten Stadtführer aller Zeiten“ – aber dazu später mehr.

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Von Frankfurt nahmen wir also die 127,1 km über die A5 in knappen 1,5 Stunden. Wir gönnten uns aber auch die letzten Kilometer über Land, da mein bester Freund mir schon die ein oder andere Stelle, Disco, Bar aus Jugendtagen zeigen wollte. 🙂 Großartig- was soll ich sagen.
Im wunderschönen und morz herausgeputzten Lauterbach nahm mich die Fachwerkhaus-Stimmung und das mittelalterliche Flair mit Burg und Ankerturm sofort gefangen.
Wir kehrten in das Romantik Hotel Schubert  ein, ich denke mal das beste Haus am Platz, wo wir bereits 2 Wochen vorher ein Zimmer reserviert hatten.
So. Zum Hotel. 🙂 Echt super. Netter Empfang, schöne Zimmer, alles sauber und bestimmt auch tolles Frühstück. Leider Sonntags nur von 8-10 Uhr. Die Zeitspanne war leider zu knapp für uns. Aber da das Schuberthotel auch über das Schuberts Restaurant verfügt, übrigens mit eine sehr kreativ und einladenden Speisekarte, gehe ich davon aus, dass das Frühstück auch gut war und ist. 😉
Was ist noch wichtig? Bäder und Zimmer neu und modern, humane Minibarpreise und alles Nötige drin. Ganz wichtig: die Fenster haben Rollläden und man kann das Zimmer komplett abdunkeln. Suuuuper! Deshalb brauchte ich auch meine pinke Flamingo-Schlafbrille nicht. Und- promt da liegen gelassen im Bett. Heute kam gleich eine Mail von der lieben Frau Helm, ob sie mir diese nachsenden soll. Nö. Brauch sie nicht. Aber top. I love gute Dienstleistungen! Das ist Kundenbindung. Vergessen die meisten was das ausmacht. Also wir kommen zumindest sicher wieder. Nächstes Jahr mit Sunny. 😉 (übrigens Badeschläppchen für Kids kommen brutal gut an) 😉
Nachdem wir uns sortiert hatten, machten wir den ersten Spaziergang durch Lauterbach. Mit einem Haufen von Kind- und Jugendstorys und früherem Stadtgeschehen. Dann machten wir Richtung Lindenstrasse, um 2 von insgesamt 4 älteren Schwestern meines besten Freundes zu besuchen. Da er sich nicht ganz so oft blicken lässt, war die Freude dementsprechend groß! 😉
Danach ging´s zum Klassentreffen. Zu Beginn der Programm-Höhepunkt! Die Nachtwächterführung durch Lauterbach. Beginnend am Marktplatz.
Der junge Kerl, ich weiß leider seinen Namen nicht, hat seinen Job echt perfekt gemacht. BIG UP! Bedingt durch die Schmankerl-Insidestorys seiner Großeltern, konnte er mit soviel Wissenswertem der Stadtgeschichte, Internas der Einheimischen und Emotionalem und Lustigem aller Art aufwarten! Die alteingesessenen „Truppe“ holte er sowas von ab- als Beobachter und Randteilnehmer der Lauterbacher Crew war das nochmal ein „Extra-Goodie“ für mich. 😉 Selbst denen erzählte er noch nicht Gewusstes, verzichtete auf Touri-Infos, da ihm klar war, dass sie das Alles längst vor im wussten- und nahm dankend Ergänzungen an, um seine Geschichten noch zu füllen. Der hat es richtig, richtig gut gemacht und ich kann so eine Nachtwächterführung bei ihm nur empfehlen. 1,5 Lauterbach bei Dämmerlicht oder bald auch im Dunkeln. 😉
Nach der spannenden Nachtwächterführung verbrachten wir den Abend im Felsenkeller. Wir aßen und tranken und lachten und ich kam in den Genuss meinen besten Freund mit alten Schulfreunden zu erleben. (Und Sunny in den Genuss eines Mitbringsels- ein roter Glitzer-Kugelschreibers der Besitzerin- aber das ist eine andere Geschichte) 😉
Am nächsten Tag hatten wir noch einige Programmpunkte. Wie gesagt das Frühstück verpassten wir knapp, was deshalb nicht so tragisch war, weil wir um 12.30 Uhr schon wieder die nächste Einladung zum Essen hatten. Die letzten verbliebenen Schwestern und Nichten meines besten Freundes waren ebenfalls nach Lauterbach geeilt und so erwartete und eine Scharr von Frauen. Sehr süß. Nach einigen Stunden voll von gutem Essen und Herzlichkeit und Liebe, machten wir uns erneut weiter. Und zwar Richtung Innenstadt.
Dort spielte sich nämlich zufälliger Weise an diesem Wochenende, also 6./7.10.2018, ein historisches Festival mit allerlei Programmpunkten ab und brachte uns in den Genuss dauert irgendwelchen Edelleuten und Robespierre übern Weg zu laufen. Voll cool echt.
Bis dato hatten wir noch keine Zeit gefunden, einer Vorführung z.B. beizuwohnen, deshalb wollten wir unbedingt noch das Ende der Veranstaltung erleben.
Wir fuhren zum Marktplatz parkten vor einer Weinhandlung und liefen zum Museumsvorplatz, wo sich gerade einige Edelleute im Schaukampf mit einem Florett duellierten. Sowas wollte ich noch sehen- top! Danach gab es noch eine kleine Kunde in Säbel, Dolch, Florett etc. und der Hinweis, dass sich in 30 min mit der Waffe im Park des wunderschönen alten Gebäudes duelliert wird. Ho ho ho ho- fett! Also, schnell zum Konditor am Platz und noch ein Weinchen besorgt und ab nach hinne zum „Battle“ mit der Waffe. Hahahhaha! So Sonntage lob ich mir!
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Im Café Stöhr schlug mein bester Freund richtig zu. Er nahm ein bisschen von Allem. Und Alles war brutal gut. 😉 Sollte man mitnehmen- top!
Dann der Wein. Direkt gegenüber des Geschehens im Museum und dessen Vorplatz, hatte sich der Weinladen am Platz, der Lauterbacher Weinkontor, mit herbstlich dekorierten Stehtischen platziert. Dort kamen wir in den Genuss einer tollen Auswahl an Weinen, Federweißer, Sekt und einem sehr nettem, angenehmen Weinliebhaber der uns gut beriet und mit dem wir gleich ein nettes Gespräch führten. Mit seinen gefüllten Weingläsern machten wir uns nun zum angekündigten Duell der Edelleute in den Park hinter dem Gebäude.
Als wir um die Ecke bogen, traute ich meinen Augen kaum. Die zogen das Historien-Programm echt mit einer gewissen Ernsthaftigkeit durch. Ich fühlte mich fast wie in einer Zeitmaschine und zur französischen Revolution wieder ausgespuckt. Großartig!
Alles war am Start. Und als ich die Mädels sah- fragte ich, ob ein paar für ein Gruppenfoto zusammen kommen, gaben sie mir die Ehre. Sunny hätte die Kleider auf jeden Fall genau so toll gefunden wie ich. Das musste festgehalten werden! Lupo schoss mit meinem Handy irgendwie mehr Bilder als gewünscht. Es wollte garnicht mehr aufhören zu knipsen! Hahahahahaha- die blöd Teschnik da!

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Aber das Beste war das Duell mit der Schusswaffe, samt vorheriger Einführung:
Uuuuuuund dem anschließendem Selbstversuch an der altertümlichen Waffe:

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Mein lieber Jolly- das hat gerumbst! Der Typ vom Video stand neben mir, erklärte mir nochmal was er jetzt macht und wo ich hinzuschießen hab, wie die Waffe zu halten -vor und nach dem Schuss!!!- und wie ich durchziehe und was dann passiert. Ui ui ui- bisschen Buchse voll, aber voll Bock. 🙂 Nochmal nach dem zu erwartenden Rückstoß gefragt, damit ich weiß, auf was ich mich einzustellen habe- wichtige Info, dachte ich. Aber er sagte, dass er für mich eine Kartusche gewählt hat, wo nicht so harter „Stuff“ drin ist. Hahahahaha- Rückstoß ging wirklich, aber laut wars. Bäm. 😉 Krass. Und danach die Typen alle: „Waffen oben halten!“ und ich: „Ich weiß. Lass ich ja!“ 🙂 Die Leben den Shit richtig. Mittendrin statt nur dabei. 😉
Natürlich ist dieses Festival nicht aller Tage. Trotzdem bietet Lauterbach ein Kulturprogramm, das nach seines Gleichen sucht. Denn bei einer Einwohnerzahl von nur rund 15 000 Menschen, wird unheimlich viel geboten und getan. Sehr engagierte Anwohner, sehr engagierte Stadt. Respekt!
Der Park hinter dem Museum ist natürlich trotzdem zu empfehlen. Dort befindet sich nämlich auch ein Geo-Park, der sehr interessante Infos bietet zu den Steinvorkommen der Region und Fragen drumherum. Super interessant für Jung und Alt!
Danach gaben wir unsere Weingläser zurück und berichten dem netten Weinverkäufer, was wir gerade erlebt hatten. Nur kurze Zeit später standen wir in seinem wunderschönen Laden, dem schon vorher erwähnten Lauterbacher Weinkontor, vor dem wir geparkt hatten und kauften 3 Flaschen Spitzen-Wein.
Unsere letzte Amtshandlung zu Lauterbach. Dann hatte ich noch was zu erledigen!
Mein Wunsch war es noch einen kurzen Abstecher in das ca. 20 km entfernte Ilbeshausen-Hochwaldhausen zu unternehmen. Ein Ortsteil der Gemeinde Grebenhain im mittelhessischen Vogelsbergkreis. Er besteht aus dem historischen Dorf Ilbeshausen und der in dessen Gemarkung liegenden und erst im frühen 20. Jahrhundert entstandenen weitläufigen Siedlung Hochwaldhausen.
Dort stammen meine männlichen Vorfahren väterlicherseits her. Und das Haus, den Friedhof. Da war ich das letzte Mal als ich ungefähr so alt war wie meine 7-jährige Tochter jetzt.
Wir fuhren also drauf los und dort angekommen, hatte ich natürlich keinen blassen Schimmer, wo ich hinfahren musste. Den Friedhof erkannte ich sofort wieder. Da liegen ein Haufen meiner Ahnen. Auch „flashig“ irgendwie.

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Lange Rede, kurzer Sinn. Rumgefahren, orientierungslos, niemand uff der Gass. Irgendwo abgebogen, der 2. gesichtete Mensch, der älteren Baujahrs war geortet und die Chance genutzt, ihm den Namen meines Ur-Großvaters zu nennen und nach seinem Haus zu fragen.
 ❤ Vollschöner Moment ❤
Klar kannte er ihn und fand es auch ganz toll, dass ich naja da bin und kucken wollte und -ihr wisst schon- dieses Traditions-Ding. Hat schon was, so teile seines Ursprungs zu fühlen. Und das mit seinem besten Freund zu teilen. Und er auch seins mit Dir. An einem Wochenende, dieselbe Gegend. Übrigens war mein Ur-Großopa nicht nur Feuerwehrhauptmann Lauterbachs gewesen, sondern wie wir an Ort und Stelle erfuhren, auch Tankwart der heutigen Shell Tankstelle in Lauterbach. Dort hatten wir noch kurz vorher getankt und mein bester Freund war sich nun auch ganz sicher, dass er meinen Ur-Großopa als Tankwart noch kannte- denn das war als Jung-Erwachsener seine Tanke!
HAMMER!
Mit diesen Eindrücken…
…verließen wir Ilbeshausen und mit diesen…
…den Vogelsberg Richtung Heimat. (die zwei Jungs haben übrigens beim Pippi machen gespannt) Hahahahahha.
Wochenend-Trip-Gesamtpaket!!!
Ach stopp! Da war ja noch was! 🙂 Unglaublich! Ich brech ab….VORSICHT!!!! AB 18!!!!!
Also: da wir schee locker zurückfahren wollten, wählten wir die Landstrecke. Übrigens von Ilbeshausen Richtung Friedberg, suuuuuuperschöne Oldtimer bzw. Biketour. Merken! 😉
Und irgendwann, wenn es dann reicht, kann man dann auch bei Ortenberg ungefähr auf die A 45 auffahren. Und jedes Mal mach ich den Fehler und fahre in Richtung Hanau auf und nicht die passendere Variante Richtung Gießen. Denn dort käme ich wieder auf die A 5 Richtung Frankfurt. Merke dort besser GIEßEN wählen!!!! Das hab ich mal wieder nicht gemacht und musste über die A 45 bis Langenselbold und dann auf die A 3 auf dann die A 661. Suuuuuper! Mittlerweile musste ich dann doch dringlichst auf Toilette und entschied mich, an der letzten Möglichkeit vor dem Offenbacher Kaiserlei, dem Parkplatz Taunusring, kurz anzufahren.
Jetzt kommt´s: ich hab mich echt gleich gewundert, dass der Rastplatz so voll war. Ich wollte ja vielleicht sogar schnell „wildpinkeln“, aber der erste Gedanke war: das geht net, zu viel los! Und beim Anfahren sah ich zwei Dixi-Klos und hielt in der Nähe an. War ja eh kaum ein Parkplatz frei. Ich stieg also aus und wunderte mich weiter, weil ich nun auch feststellte, dass alle Autos leer waren, der Parkplatz aber nirgends hinführte, außer zu einer eingezäunten Hecke, davor Wiese, davor Parkplätze. Und kein Mensch zu sehen. Und bestimmt 20 leere Karren! Häääää?
Na? Bei Euch schon der Groschen gefallen?
Bei mir dauerte es tatsächlich immer noch einen Moment- aber ich musste ja auch dringend auf Toilette- da denkt es sich immer so schlecht. Hahahahahaha.
Beim Verlassen, beobachtete mich wieder der junge Mann, der mich schon vor meines Betreten des Dixi-Klos gescannt hatte. Dann nahm ich einen weiteren jungen Mann wahr, der gerade Richtung Zaun bzw. rechte Hecke verschwand. Dann noch Einen, der so tat, als ob er auf dem Weg zum Pinkeln sei… und kam dabei wieder beim Auto an. Dort sah ich meinen besten Freund schon durch die Windschutzscheibe grinsen. Ich konnte nun auch kaum noch an mich halten und sagte beim Betreten des Autos: „Kann das sein, dass…“ und mein bester Freunder erwiderte nur: “ ja- ist ja wohl klar. Wir sind hier mitten im Schwulenstrich gelandet. Die f….. da hinten Alle in der Hecke!“
Hardcore! In Sekundenbruchteilen fügten sich die Eindrücke der letzten Minuten zusammen und unter Beobachtung unseres Stricherfreundes, machten wir uns schleunigst wieder ab, gewiss, dass wir wieder in der Großstadt und der Realität angekommen waren.

 

 

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😉 Nehmt öfters Mal ne Auszeit! Tut gut! ❤

 

 

 

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